Ein Gastbeitrag von Patrick Presch Peter Wawerzineks "Rom sehen und nicht sterben" ist ein Roman über die eigene Biografie und die Frage nach Lebenswillen und künstlerischer Identität. Der Autor verbringt als Stipendiat Zeit in Rom, erkundet die Stadt und arbeitet – mehr oder weniger. Die Pandemie, der Verlust wichtiger Manuskripte und eine Krebsdiagnose verändern alles. [...]
Schlagwort: Penguin Verlag
‚Damals im Sommer‘ von Florian Gottschick
„Fragte man mich noch vor ein paar Jahren, woher meine ungemütliche Penibilität mit der deutschen Sprache kommt, schob ich es auf meine Mutter […] Diesen Perfektionismus habe ich in den letzten Jahren immer mehr versucht abzulegen. Er war mir viel mehr ein Gefängnis als eine Befreiung. Heutzutage überfällt mich keine akute Hyperhidrose mehr, wenn ich [...]
‚Lenin auf Schalke‘ von Gregor Sander
Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erleben, sagt die Mundart und setzt zum nächsten Schluck aus abgestandener Pulle an. Sander und seine Kumpanen stehen unter dem Hochbahnviadukt. Bei Konnopke stehen sie und essen und Schlüppi meint, Sander, du musst rüber. Du müsst rüber und über den Westen schreiben. Seit 30 Jahren kommentiert [...]
‚Zur See‘ von Dörte Hansen
Abgereist sind die Badegäste, die letzten, die man heute Touristen nennt. Hanne Sander nannte sie Badegäste. Seitdem sie Touristen heißen, nimmt sie keine mehr auf. Zu aufmüpfig, kein Glaube, keine Liebe, keine Hoffnung mehr auf andere Gäste. Also macht sie dicht, als ihr Mann, Kapitän i.R., beginnt, viele Jahren beginnt, bei seinen Vögeln zu hausen. [...]
‚Das verlorene Paradies‘ von Abdulrazak Gurnah
Yusuf ist zwölf Jahre, als er am Bahnhof nicht nur die wenigen Züge bestaunt, sondern selbst einsteigt und zum Meer fährt. Onkel Aziz, ein edler Kaufmann, nimmt ihn mit in seine Stadt am Meer, in sein Haus mit großem Garten, großen, Schatten spendenden Bäumen, Orangen und Granatäpfeln, einem großen Teich mit Springbrunnen und kleinen Kanälen. [...]